Heimathafen It Soal in Workum

von Mulles am 16.05.2017 / in Berichte: Törns, Reparaturen und mehr
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Die ersten Erfahrungen und der Gesamteindruck von der Hafenanlage It Soal

Die primäre obligatorische und doch sehr zermürbende Frage eines jeden Seglers, der das Revier wechseln möchte: „Welche Hafenanlage entspricht meinen Vorstellungen und Bedürfnissen?“ Dann beginnen die Suche, die Besichtigungen, das Pro und Contra usw um im Endeffekt doch nicht zu wissen wo man hin soll. Nun ja, diese Erfahrung habe ich auch gemacht und bin schlussendlich da geblieben, wo die Walhalla sowieso schon ihren Liegeplatz hatte: im Hafen It Soal in Workum.

In vielen Foren werden regelrechte Diskussionen angeregt, teilweise über Wochen und Monate, in denen jeder Beteiligte seine Erfahrungen einbringt. Nur sind dies immer persönliche Ansichten und über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich streiten. Ja was soll dann dieser Bericht werdet Ihr Euch fragen? Nun, ich werde versuchen meine Eindrücke ganz neutral und objektiv zu vermitteln.

Die Hafenanlage

Das Gelände selbst ist sehr weitläufig, grenzt direkt an dem gleichnamigen Campingplatz und liegt doch so um die 2-3 km ausserhalb der Ortschaft Workum (auch Warkum geschrieben). Nach Workum kann man bequem per Rad fahren, zu Fuß ist doch eher beschwerlich. Durch die direkte Nähe am Ijsselmeer und dadurch dass keine Schleusung nötig ist, sind auch kurzfristige Ausfahrten möglich. Es gibt grob gerechnet 11 Stege, die Boote sind je nach Länge entsprechend verteilt. Die Infrastruktur an den Stegen selbst ist modern und großzügig, die Liegeplätze an verschiedenen Stellen, je nach Breite des Bootes, doch eng bemessen.

Dadurch dass die Anlage in die Breite gezogen ist, hat man folgende Aufteilung: unterer Bereich liegt nahe beim Kran und beim Zugang zum Camping (Fußpfad), der mittlere Bereich ist in der Nähe der Sanitäranlagen und des Hafenmeisters und der obere Bereich befindet sich beim Restaurant/Laden sowie direkt am Zugang zum Kanal.

Der Zustand der Hafenanlage ist sehr gut, sauber und gepflegt.

 

Die Sanitäranlagen

Die Sanitäranlagen sind sehr ansprechend, großzügig gestaltet und sehr sauber gehalten, in Anbetracht der Anzahl der „Besucher“. Die Duschen funktionieren per Chipkarte, was eine präzise Abrechnung ermöglicht und die lästige Kleingeld Mitnahme erspart. Dasselbe Bezahlprinzip funktioniert bei Benutzung der Waschmaschine und des Trockners, die Preise sind angemessen. Zur Verfügung stehen ebenfalls eine Leerstelle fürs Chemie WC sowie ein separater Raum zum Geschirrspülen.

Mein Gesamteindruck

Der Hafenmeister sowie seine Mitarbeiter sind professionell und hilfsbereit. Obwohl die Anlage so weitläufig ist, hat man nicht den Eindruck eingekesselt zu sein, das mag daran liegen dass es viele Stege gibt die jedoch an sich nicht zu lang sind. Die Nähe am Ijsselmeer bezahlt man natürlich mit der Distanz zur Ortschaft, so hat selbstverständlich jede Medaille ihre 2 Seiten. Der kleine Laden am Campingplatz, mit seiner beachtlichen Auswahl an alltäglichen Produkten, lässt diesen Nachteil jedoch wieder verschwinden…dort gibt es über frische Brötchen bis hin zum Klopapier fast alles. Der Yachthafen It Soal beinhaltet ebenfalls ein tolles Restaurant/Bar, das jedoch bis jetzt nur von Donnerstags bis Sonntags geöffnet hat; dies ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet dass Anfangs der Woche die Kundschaft überschaubar ist. Ob diese Öffnungszeiten in den Sommermonaten ändern wird, bleibt abzuwarten.

Workum selbst ist eine angenehme Ortschaft, mit viel Charme, leckeren Restaurants und einer Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten; alles mit dem Rad zu erreichen.

Meine Eindrücke und Erfahrungen werden natürlich im Laufe der Zeit ergänzt und ausführlicher geschildert, falls Ihr Fragen habt beziehungsweise Berichtigungen, dann würde ich mich über Kommentare freuen.

Tot ziens,

Mulles

 

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